Viele tragen sein Bild auf dem T-Shirt, ich selbst besitze momentan gar ein Feuerzeug mit seinem Konterfrei. Aber nur die allerwenigsten wissen wirklich, wer er war und was ihn bewegte. Die Rede ist vom argentinisch-kubanischen Revolutionär Che Guevara, der heute 80 geworden wäre.
Mit einer vier Meter hohen Statue wurde der 80. Ehrentag Che Guevaras in seiner Heimatstadt Rosario begangen. Rund 25.000 Menschen aus teilweise weit entlegenen Ländern kamen zu den ausgiebigen Feierlichkeiten, zu welchen neben der Denkmalenthüllung auch ein Konzert zählte. Fast genauso viele - inoffiziellen Angaben zufolge etwa 18.000 - fanden zum Geburtstag des Revolutionärs den Weg in die Kommunistische Partei KP. Dies wurde - lokalen Medienberichten zufolge - natürlich als absoluter Höhepunkt der Feierlichkeiten gewertet.
Aleida Guevara March, die Tochter des unvergessenen Revolutionärs - war ebenfalls in Rosario zugegen. Sie merkte richtigerweise an, dass es "wichtiger als der Jahrestag sei, dem Beispiel Ches im Alltag zu folgen". Die argentinische Regierung wurde im Zuge der Feierlichkeiten von vielen Teilnehmern aufgefordert, im bereits recht lange andauernden Konflikt mit den Bauernverbänden bezüglich einer Exportabgabenerhöhung hart zu bleiben.
Was den von mir erwähnten - mittlerweile fast vergessenen - historischen Hintergrund betrifft: Che Guevara, von Beruf Arzt, besiegte im Bündnis mit Fidel Castro im Jahre 1959 das kubanische Militärregime und ist vieleicht mehr als jeder andere zu einem Symbol und einer Stilisierung im Kampf gegen Unterdrückung und für eine gerechtere Welt geworden. Die ihm zu Ehren errichtete Bronze-Statue wurde aus insgesamt rund 75.000 Schlüsseln (!) und anderen Bronzeobjekten gefertigt. Die verwendeten Objekte wurden im Laufe der letzten beiden Jahre von über 15.000 Anhängern des Revolutionärs aus Rosario gespendet. Einen äußerst interessanten Artikel zu CheGuevara, der am 14. Juni 2008 80 geworden wäre, finden sie bei n-tv (Von der Geschichte freigesprochen).