Verdiente Auszeichnung für einen der bekanntesten Liedermacher Deutschlands: "Der bayerische Rebell" (so der Titel eines bereits Kultstatus erlangten Kinofilms) Hans Söllner erhält den Deutschen Weltmusikpreis RUTH 2009.
Hans Söllner ist vieles - Rasta, Kiffer, Liedermacher, Politikerschreck. Manches gewesen, manches immer noch - aber alles mit Überzeugung und zu 120 Prozent. Söllner singt und spricht für die Legalisierung von Marihuana und gegen die Gängelung durch Behörden. Diese schlagen in schöner Regelmäßigkeit zurück und schicken dem Musiker Überfallkommandos zu seinen Konzerten und in sein Zuhause. Inzwischen hat Söllner mehr als 250.000 Euro für diverse Vergehen an den bayerischen FREIstaat bezahlt.
Der deutsche Weltmusikpreis RUTH wird ausgelobt von mdr Figaro und dem TFF.Rudolstadt. Die Verleihung erfolgt alljährlich am ersten Samstag im Juli anlässlich des Festivals in Rudolstadt, der diesjährige Termin ist der 4. Juli 2009 (Preisverleihung), am 5. Juli 2009 findet dann ein Open Air mit dem diesjährigen Gewinner statt.
RUTH zeichnet deutsche Spitzenkräfte der Musik-Szene aus, auf diese Art und Weise soll diese Musiksparte in der in- und ausländischen Öffentlichkeit - insbesondere im Vergleich zu anderen Genres wie Pop/Rock, Jazz oder Klassik - stärker in den Vordergrund gerückt werden. Der Preis wird in den Sparten Deutsche Weltmusik (einheimische Musiktraditionen) und Globale Weltmusik (Wurzeln in regionalen Musiktraditionen) vergeben. Des Weiteren werden jedes Jahr eine oder mehrere Ehren-RUTH(s) an besondere Institutionen oder Einzelpersonen verliehen, welche sich Verdienste um die Förderung der traditionellen Musik dieser Welt erworben haben.
Die Begründung der Jury für die Auszeichnung des Reichenhaller Rastafari im Wortlaut: "Die Jury würdigt mit dem Preis einen dichtenden und singenden Anarchen der deutschen Musikszene, der zutiefst im bayerischen Sprach- und Lebensraum beheimatet ist. Zugleich transzendiert er seine angestammte Welt - am liebsten, indem er ihre staatsgewaltigen Autoritäten entthront. Gott immerhin darf bleiben, doch die jahrelangen Händel des Kiffers und Herzensjamaikaners Söllner mit den bayerischen Ordnungsmächten ergeben mittlerweile einen bewegten Schelmenroman. Söllners Bajuwaren-Reggae ist Identitätskunst. Dieser Simplicissimus hat sein ureigenes Idiom gefunden und spricht, singt, lebt es auf eine Art, die viele freut. Sein Ich ist kein Ego der Selbstbezogenheit, sondern Volkes Stimme im Widerhall der Söllnerschen Natur. Hans Söllners lebensweise Individualität erzeugt eine Volksmusik mit Trotzvergnügen."