Der bayerische Liedermacher Hans Söllner - mittlerweile weit über die Grenzen des Freistaates hinaus bekannt - hat vor kurzem sein neues Album mit dem Titel "Viet Nam" veröffentlicht. Zusammen mit seiner Band "Bayaman Sissdem" gibt er einiges Neues, aber auch einiges Bekanntes von sich.
"Viet Nam" ist ein typisches Album im Stil, den Hans Söllner zusammen mit seiner Band "Bayaman Sissdem" seit einigen Jahren pflegt. Unter den zahlreichen Fans des bayerischen Liedermachers gibt es seit einiger Zeit ein zweigeteiltes Lager. Während die einen (zu denen ich mich selbst auch zähle) den Geschichtenerzähler aus Bad Reichenhall mit seiner Gitarre am liebsten alleine auf der Bühne sehen würden, sind andere schlichtweg begeistert von der praktizierten Verbindung aus Reggae-Klängen und bayerischer Mundart.
Das Album gefällt mir insgesamt nicht schlecht, auch wenn leider der Trend - auch schon bei den letzten Neuerscheinungen - dazu geht, Altbekanntes neu aufzunehmen. Besonders gut gefallen haben mir die Titel "Nordwind", "So Gern", "Trostlos" und "Viet Nam".
Johann Michael Söllner, so der komplette Name, ist in Bayern bereits seit dem Anfang der 80er Jahre aktiv und hat großen Erfolg. Bekannt wurde er unter anderem auch durch sein Nachdenken über Gott, Staat und Politik sowie seinen Einsatz für die Freigabe von Marihuana. Bis Anfang der 90er war er ausschließlich solo unterwegs, in der Folgezeit versuchte er jamaikanische Reggae Einflüsse in seine Musik einzuarbeiten. Mit seiner zweiten Band "Bayaman Sissdem" gelangen ihm auch hier beachtliche Erfolge.