Mit dem heutigen Neujahrstag tritt in Deutschland das schärfere Nichtrauchergesetz endgültig in Kraft. In acht Bundesländern wird ab dem 1. Januar das Rauchen in öffentlichen Gebäuden eingeschränkt. In anderen Bundesländern wurden die neuen Nichtrauchergesetze bereits eingeführt oder folgen im Laufe des Jahres.
Die konkrete Umsetzung der neuen Gesetze ist von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich. Allen gemein ist ein wesentlicher Einschnitt in die persönliche Selbstbestimmung eines Rauchers. Insofern stellt sich die Frage, was der Staat machen würde, wenn nun wirklich alle Bürger mit dem Rauchen aufhören, da man ja ohnehin so gut wie nirgends mehr rauchen darf. Die dadurch wegfallenden Steuereinnahmen dürften die Verabschieder dieser Gesetze in kürzester Zeit arbeitslos werden lassen...
Beispielhaft sei an dieser Stelle auf das neue Nichtrauchergesetz in Bayern eingegangen. Hier gilt - dem Terminus "FREIstaat" keine Ehre machend - das mit Abstand schärfste Rauchverbot der Republik. Wie in allen anderen Ländern darf auch hier nicht mehr in öffentlichen Gebäuden geraucht werden, aber auch Gaststätten sind vom Verbot voll und ganz betroffen. Selbst die Einrichtung entsprechender Nebenräume für Raucher wurde gesetzlich untersagt. Die Krönung des Ganzen ist aber ohne Zweifel, dass erstmals in bald 200 Jahren in den Festzelten des Münchner Oktoberfestes nicht mehr geraucht werden darf. Schlupfwinkel bietet lediglich die Firmierung als "geschlossene Gesellschaft". Wer also einen Club oder vergleichbare Einrichtungen für Mitglieder führt, könnte am Rauchverbot vorbeikommen. Aber sicher ist auch hier nichts und die wenigsten Gastronomen haben einen Ausweg im Blickfeld. Die Umsatzeinbußen in verschiedenen Bereichen dürften meiner Meinung nach größer sein als sie von den Befürwortern der neuen Nichrauchergesetze erwartet werden. Nichtraucherschutz hin und her - aber was soll ich in einer Kneipe ein Bier oder auch nur einen Kaffee trinken, wenn ich keine Zigarette dazu rauchen darf?!